VITA

Der Tenor Noriyuki Sawabu wurde bereits  während seines Gesangsstudiums an der Musikhochschule Tohogakuen in Tokyo Finalist im Internationalen Wettbewerb für Deutschen Liedgesang und erhielt ein Stipendium von Rotary International für ein Doppelstudium am renommierten Mozarteum Salzburg im Fach Gesang bei Prof. Knoll sowie an der Universität Salzburg im Fach Musikwissenschaft. Es folgten weitere Studien an der Bruckner Universität Linz sowie ein Stipendium der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth.

 

Unmittelbar nach seinem Bühnendebüt als Belmonte in Mozarts Die Entführung aus dem Serail beim Hauzenberg Musikfestival folgten zahlreiche Engagements (Landestheater Linz, Stadttheater Bad Hall, Neue Oper Wien, Schlosstheater Rheinsberg, Budapester Operettentheater, Rumänische Staatsoper Bukarest, Theater Wuppertal, Bruckner Fest Linz, Klangbogen Wien, Toscana Opera Festival, Offenbach Festival). In der Zeit von 2005 bis 2012 war Noriyuki Sawabu festes Ensemblemitglied des Theaters Vorpommern und sang zahlreiche Partien wie Nemorino (L ́elisir d ́amore), Nadir (Perlenfischer), Lindoro (L ́italiana in Algeri), Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail), Jaquino (Fidelio), Italienischer Sänger (Der Rosenkavalier), Steuermann (Der fliegende Holländer), Pong (Turandot), Alfred (Die Fledermaus), Camille de Rosillon (Die lustige Witwe) und Sou-Chong (Das Land des Lächelns). 

 

2013 machte Noriyuki Sawabu in der Hauptpartie des Julius Wander bei der Uraufführung der Oper Männerlist grösser als Frauenlist von Richard Wagner in Berlin auf sich aufmerksam. Internationale Engagements führten ihn u.a. als Remendado (Carmen) an die Slowenische Staatsoper Maribol (mit anschließender Japan-Tournee). Als Brighella (Ariadne auf Naxos) gastierte er beim Pacific Music Festival Sapporo. In der Spielzeit 2014/15 war er als Erster Jude (Salome) am Theater Wuppertal zu erleben. 

 

Der Künstler wird auch in seiner japanischen Heimat hochgeschätzt: 2015 wurde ihm die besondere Ehre zuteil, bei den bedeutenden Umizukuri Feierlichkeiten des Kaiserhauses für den japanischen Kaiser zu singen. In 2017 wurde er erneut zu diesen Festlichkeiten eingeladen um seine dem japanischen Kaiser eigens gewidmete Kompositionen  zu altjapanischer Lyrik zu singen und vorzustellen. 

 

Seit 2018 ist Noriyuki Sawabu auch Gastprofessor für Musik und darstellende Kunst in Toyama.

Seine Oper 『家持紀行』(„Ein Tagebuch des Yakamochi“) wurde in 2018 (Jubiläumsjahr im Angedenken an den Japanischen Nationaldichter Ōtomo no Yakamochi (718-758) in dessen Geburtsstadt und Stätte seines Wirkens (Toyama) uraufgeführt. 

 

In 2019 erhielt er den Dankespreis der Stadt Himi für seine Leistung auf dem Gebiet der Musik und der darstellenden Künste und er wurde zum Botschafter der Stadt Himi für den internationalen Austausch für Musik und darstellende Kunst ernannt. 

 

 Neben seiner umfangreichen Tätigkeit auf der Opernbühne hat sich Noriyuki Sawabu auch im Konzertbereich einen besonderen Namen gemacht. So erhielt er ausgezeichnete Kritiken für den Evangelisten in den beiden großen Passionen Bachs sowie für die Tenorpartien in Mozarts Requiem, Schuberts Messen, Haydns Schöpfung und Beethovens 9. Symphonie. Weitere Höhepunkte in seiner Tätigkeit als Konzertsänger waren die Partie des Johannes in dem selten aufgeführten Oratorium Das Buch mit sieben Siegeln von Franz Schmidt sowie die Tenorpartie in César Francks Les Béatitudes. Zahlreiche europaweite Liederabende und Operngala-Vorstellungen belegen seine stimmliche Vielseitigkeit.

 

Seit Beginn seiner Karriere bilden die italienischen und deutschen Fachpartien den Kern der künstlerischen Tätigkeit von Noriyuki Sawabu.  Gegenwärtig konzentriert er sich auf spezielle Charakterpartien wie zum Beispiel Richard Wagner (David, Mime, Loge),  Richard Strauss (Brighella, Jude) und Alban Berg (Hauptmann, Alva), sowie - mit einem absoluten Gehör ausgestattet - für zeitgenössische Werke. So sang er in der Spielzeit 2015/16 den Jeržy in der zeitgenössischen Oper Geschichte von Oscar Strasnoy sowie in der Spielzeit 2016/17 die Rollen des Johannson sowie des Oberst in der Oper Die Gespenstersonate von Aribert Reimann an der Berliner Staatsoper unter den Linden im Schillertheater.

 

In 2017/18 war er in verschiedenen Produktionen - “Die sieben Todsünden” (K.Weill), “Don Carlo” (G. Verdi) und “Europeras 1&2” (J. Cage) am Staatstheater Braunschweig, sowie als "L'abate di Chazeuil" in der Oper Adriana Lecouvreur (F. Cilea) im Operhaus Halle zu erleben. 2018/19 sang er in der Oper “Babylon” an der Berliner Staatsoper unter den Linden unter der musikalische Leitung von Daniel Barenboim.

Im Sommer 2019 war er als "Gastone" in  der Oper "La Traviata " (G.Verdi) unter der musikalischen Leitung von Fabrizio Maria Carminati am Theater Verdi Triest und er sang beim japanischen Kulturfestival in der Wiener Staatsoper.

 

Der Künstler lebt in Berlin.

 

 

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